Georg Danzer starb am Donnerstag den 21.06.2007 im Alter von sechzig Jahren

26.06.2007

Danzer war der wichtigste Liedermacher Österreichs. Aber nicht nur dort war er über viele Jahre  hallenfüllender Troubadour und Galionsfigur der Friedensbewegung. Auch in Deutschland hat er über Jahrzehnte die Riege der Liedpoeten mit angeführt.
Danzers Lieder waren meist die leiseren, empfindlicheren: Nachrichten von einem sentimentalen Planeten. Er beherrschte die Kunst, sein Inneres in Songform zu kleiden, wie kein anderer, und er kannte auch keine Scham. Danzer sagte, was er zu sagen hatte. Er war ehrlich und offenherzig, ohne Rücksicht auf Verluste, und diese entschlossene Seelenhaltung bewahrte er sich bis zuletzt.

Ende Juli 2006 wurde bei Georg Danzer Lungenkrebs diagnostiziert. Wenig später entschloss sich Danzer, die Krankheit öffentlich zu machen. Er wollte vermeiden, dass er gegen seinen Willen als Kranker in der Zeitung stehe. Er ziehe es vor, die Zügel in der Hand zu behalten.

Ein Interview, in dem Danzer über seine Krankheit sprach, erschien im vergangenen September. Danzer gab sich darin optimistisch und kämpferisch.
Als sich die Indizien mehrten, dass die Krankheit aggressiver verlaufen würde als angenommen, entschied sich Georg Danzer, für einen Abschied in Würde.

Er zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, nur unterbrochen von einzelnen Auftritten, wenn er sie körperlich bewältigte. Er ordnete seine Angelegenheiten. Er hatte keine Zeit mehr, und er wollte sie nicht vergeuden.

CD: Seine besten Lieder