Der Black - Biografie
Der Black stellte auf der Waldeck seine erste Solo-CD nach Schobert & Black vor.
Als Kostprobe ein Video seines Titel über die umstrittene Dresdener Waldschlößchenbrücke: "Hufeisen bringen Glück"
Lothar 'Black' Lechleiter, geboren im Mai 1942 in Stallupönen, Ostpreußen, heute Nesterow, seit 1961/62 in verschiedenen Folk-Gruppen u.a. bei den Pontocs aktiv, traf 1965 während des Waldeck-Festival auf Schobert Schulz.
Sie gründeten im Herbst 1965 das Duo 'Schobert & Black' das im Sommer 1966 erstmals unter diesem Namen auf der Burg Waldeck auftrat.
Das Repertoire zunächst Vertonungen von Texten von Fritz
Graßhoff und Nachdichtungen französischer Chansons wurde dann nach und nach um die
Lieder und Texte aus eigener Feder ergänzt, die so typisch für dieses Duo
waren.
Ihre kritisch-politischen als auch Nonsens-Lieder, wurden zum Markenzeichen. Legendär wurden ihre Limericks. "Nonsens multiplex“ oder als „Erfinder des höheren Blödsinns in Reinkultur“ wurden Schobert & Black bezeichnet.
Wie verträgt sich das mit einem gesellschaftspolitischen
Anspruch?
Sehr gut sogar, denn die fröhliche, freilich intelligente
Unterhaltung öffnet die Seelen der Menschen und macht sie bereit, durchaus
ernst gemeinte Inhalte entgegenzunehmen, davon ist der Black überzeugt. Oder
anders gesagt: Ein Köder wird ausgeworfen, an dem ein ziemlich spitzer Haken
hängt.
Es folgten 19 sehr erfolgreiche Jahre mit großen Tourneen –
sie füllten dabei auch die größten Säle, wie die Gruga-Halle in Essen oder die
Philharmonie in Berlin- vielen TV-Auftritten und mehr als 20
Langspielplattenveröffentlichungen. Im Jahre 1975 wurden Schobert & Black
mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Chanson ausgezeichnet.
Im Jahre 1985 beschlossen beide, zukünftig künstlerisch getrennte Wege zu gehen, und trennten sich. Der Black zog sich aus dem professionellen Musikgeschäft zurück und spielte nur ab und an auf den späten Waldeck-Festivals oder bei besonderen Anlässen zu Ehren von Kollegen
Auch gab es immer mal wieder Beiträge zu CD-Produktionen z.
Bsp. von Erich Schmeckenbecher oder zusammen mit Pit Klein eine –von der Kritik
vielgelobte- CD zu Leben und Werk von Fritz Graßhoff.
Ab 2004 kam es dann wieder zu einer aktiveren Konzerttätigkeit u.a. mit der Kollegin Joana, die Ihn immer schon ermunterte die „Stimme“ von „Schobert & Black“ wieder zu erheben umdem feinsinnigem Wortwitz im deutschsprachigen Chanson eine Plattform zu geben.
Mit seiner neuen CD "Meschugge" ist ihm das gelungen! Der Black enttäuscht nicht die alten Schobert & Black Fans, lässt sich aber auch nicht die Chance entgehen, etwas Eigenes, Neues zu präsentieren.
Und Blacks Stimme hat in all den Jahren nichts von Ihrer Strahlkraft und Klarheit verloren, im Gegenteil, sie ist sogar reifer geworden.
(Foto: Ingo Nordhofen)