Georg Danzer geboren in Wien.
Matura, Bewerbung an der Akademie der bildenden Künste Wien abgelehnt. Nach div. längeren Reise, wandte er sich 1967 der Musik zu. Erste Single 1968, Auftritte im österreichischen Rundfunk. Texte für viele Sänger und Bands – unter anderem Marianne Mendt, Margot Werner, Erika Pluhar, André Heller, Wolfgang Ambros. Zusammen mit Heller und Mendt gehörte er zu einem Kreis junger Musiker, die prägend für die österreichische Musikszene der kommenden Jahrzehnte werden sollten.
1972 die Single Tschik (österr. umgangssprachl. für: Zigarettenstummel).
Dem kommerziellen Flop der produzierten LP Honigmond (1973) folgte 1974 das Konzeptalbum Der Tätowierer und die Mondprinzessin. Der Durchbruch 1975 mit der Single Jö schau und LP Ollas leiwand (umgangssprachl. für: alles bestens).
1976 Vertrag mit Polydor. Fünf seiner Lieder bildeten den Soundtrack zur ersten Folge der Satire-Krimi-Reihe Kottan ermittelt. Nach Umzug nach Berlin entstand 1977 die LP Unter die Haut.
Die „Georg Danzer Tournee 79" mit 32 ausverkauften Konzerten und das im folgenden Jahr veröffentlichte gleichnamige Live-Doppelalbum bildeten einen Meilenstein in seiner Karriere.
Auch in Österreich wurde Danzer nun als Liedermacher mit einem Schaffen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
Im Sommer 1984 das Album Weiße Pferde.
1986 neuer Plattenvertrag und Lebensmittelpunkt verlegt nach Spanien.
Ab 1990 wieder mehr in Wien. Zur Veröffentlichung der CD Nahaufnahme ging Danzer 1993 auf eine dreimonatige Tournee durch Österreich, Deutschland und die Schweiz.
Am 10. Dezember 1997 trat Danzer im Theater an der Wien erstmals mit Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich als Austria 3 auf. Ursprünglich für ein einziges Benefizkonzert zu Gunsten Obdachloser „zusammengetrommelt" wurde die Gruppe zu einer der erfolgreichsten des Austropops. Während er mit Austria 3 erfolgreich Alben veröffentlichte, stets ausverkaufte Konzerte gab und einem neuen Publikum bekannt wurde, produzierte er auch einige Soloalben.[17]
Im April 2000 übernahm Danzer für zwei Jahre den Vorsitz der 1992 gegründeten Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch und engagierte sich dort gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Zu seinem 30-jährigen Bühnenjubiläum erschien 2003 die DVD Sonne, Mond & Sterne mit einem Rückblick auf seinen Werdegang.
Anfang Juli 2006 machte der ehemalige Kettenraucher Danzer in einem Interview für das Nachrichtenmagazin Profil bekannt, dass er an Lungenkrebs erkrankt sei. Er engagierte sich bei einer Veranstaltung der Österreichischen Lungenunion. Sein letzter Auftritt, das ursprünglich bereits zu seinem 60. Geburtstag im Oktober des Vorjahres geplante „Freunde"-Konzert in der Wiener Stadthalle, fand am 16. April 2007 ebendort statt.
Am 21. Juni 2007 starb Georg Danzer in der Obhut seiner Familie. Auf ein Ehrengrab der Stadt Wien, wie es Künstlern seines Ranges üblicherweise angeboten wird, hatte Danzer vorweg verzichtet.