© Frank-Reimann
Wie wird man Harfenist?
Bei Tom Daun war es ein holpriger Weg mit vielen Kurven und Kreuzungen: zunächst Studium der Schulmusik mit dem Hauptfach Gitarre; das Interesse an Folk und außereuropäischen Klängen trieb ihn zum Studium der schottischen traditionellen Musik (an der School of Scottish Studies), der Musikethnologie und „History of Notation" (an der Universität Edinburgh). Damals begann er eher zaghaft und autodidaktisch mit dem Harfenspiel.
Nach Beendigung des Studiums Gründung des Folk-Quartett "La Rotta" damit viele Jahre erfolgreiche Konzerte im In- und Ausland.
In jenen Jahren wuchs das Interesse und die Liebe zu Harfe.Die rhythmisch faszinierende Musik Südamerikas, die derbe Spielweise der Tiroler Harfe, die Musik der Zigeuner auf der walisischen Triple-Harp, die irischen und vor allem schottischen Clarsachs.
Gleichzeitig begann er, die Geschichte der Harfe zu erforschen; der Kontakt zum Harfenbauer Christoph Löcherbach und seiner Klangwerkstatt weckte die Neugier nach der böhmischen Harfentradition.
Nach langer Wartezeit konnte er beim Harfenbauer Rainer M.Thurau in Wiesbaden eine wunderschöne chromatische Harfe abholen. Diese „arpa doppia" italienischer Bauart erweitert das musikalische Spektrum erheblich, da nun auch die Interpretation von Renaissance- und früher Barockmusik möglich ist.
1992 die erste CD "Blue Strings".Es folgten "All in a garden green" 1994; "Die böhmische Harfe" 1997; "Harfenflocken" 2000).