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Gerhard Polt

Gerhard Polt (Copyright Tacker Film)

Gerhard Polt wurde am 7. Mai 1942 in München geboren.
Schule und Abitur mit anschliessendem Studium der Politikwissenschaft und Geschichte, anschließend Studium der Skandinavistik und des Altgermanischen von 1962 bis 1968 in Göteborg.
Polt begann seine Karriere mit einer Hörspielproduktion des Hessischen Rundfunks: "Als wenn man ein Dachs wär' in seinem Bau". Seinen ersten Bühnenauftritt hatte Polt 1975 mit dem kabarettistischen Programm der Kleinen Nachtrevue in der Münchner Kleinen Freiheit. Es folgten große Publikumserfolge an den Münchner Kammerspielen u. a. mit Dieter Hildebrandt, Otto Grünmandl und Gisela Schneeberger.

Einem größeren Publikum wurde Polt durch seine zwölfteilige Sketchreihe "Fast wia im richtigen Leben" bekannt, die im Zeitraum von 1979 bis 1988 mit zwölf Folgen und knapp über einhundert Episoden erschien. Seine Partnerin in diesen vom Bayerischen Rundfunk produzierten und 1979 erstmals ausgestrahlten Sendungen war Gisela Schneeberger. Es folgten Kinofilme wie Kehraus, Man spricht deutsch und Germanikus.

In seinen Rollen spielt Polt oft den engstirnigen und wenig reflektierenden Bürger, der mit großer Selbstverständlichkeit seine Meinung kundtut. Dabei bedient er sich auch gern bestimmter Klischees: die Intoleranz der Deutschen („Toleranz ist kein deutscher Begriff"), die deutsche Fremdenfeindlichkeit („der Asiate schmutzt nicht"). Aber auch Intellektuelle, Neureiche, Beamte oder Politiker werden von ihm pointiert dargestellt.

Viele seiner Bühnenauftritte absolvierte Polt zusammen mit der Biermösl Blosn.
1990 wirkte er zusammen mit der Biermösl Blosn an dem Toten-Hosen-Album Auf dem Kreuzzug ins Glück mit.
Am Ende des Jahres 2005 tourte er mit den Toten Hosen und der Biermösl Blosn durch verschiedene Theater und Opernhäuser und spielte das Programm Abvent.

Seit 2016 engagiert sich Polt in München für die Gründung eines „Haus des Humors" in einem denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Viehhofs.

Er ist einer der 28 Erstunterzeichner des in der Zeitschrift Emma veröffentlichten Offenen Briefs an Bundeskanzler Scholz vom 29. April 2022, der sich gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aus Sorge vor einem Dritten Weltkrieg im Kontext des Russischen Überfalls auf die Ukraine 2022 ausspricht.
(Kurzversion eines Wikipedia-Beitrags)

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