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Liederjahre

Dieter Süverkrüp

Artikelnummer: 1Buch-04
Buch, 2002Grupello,
26,80 Euro

  • Beschreibung

    296 Seiten, gebunden, Schutzumschlag, Format: 16,5 x 24,5 cm

    »Eine Ansammlung von Liedtexten, Spruchfabrikaten & sinnreichen Poetereien, entstanden zwischen 1963 & 1985 ff., sorgfältig ausgewählt und nachgezählt, ... angereichert durch unarglistige Erläuterungen und marktwirtschaftlich bedenkenlose Naseweisheiten sowie bildhaft graphisches Schmuckwerk aus des Rhapsoden selbsteigener Hand«, so beschreibt Dieter Süverkrüp selbst die »Liederjahre«, die durchaus keine bloße Aneinanderreihung seiner Liedtexte darstellen.

    Gemeinsam mit ihm springt der Leser am Anfang des Buches in den »Läpptopf« des Liedermachers, streift durch die Liederjahre, hebt hier eine Erinnerung auf, dort einen Stein des Anstoßes, trifft Menschen und Ereignisse wieder, verknüpft und kommentiert sie aus damaliger und heutiger Sicht sprachlich wie graphisch und läßt seine kämpferische Liederwelt für den Leser wiederaufleben.

    Die Presse schreibt über das Buch:

    Überaus sorgfältig ausgestattet, dokumentiert das Buch wesentliche Teile des Werkes Dieter Süverkrüps, der als Liedersänger, Musiker und Komponist seit den frühen sechziger Jahren fast zwei Jahrzehnte zu den wichtigsten bundesrepublikanischen Vertretern der sogenannten Liedermacher gehörte.
    (Holger Böning, Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 2004)


    Der Liedermacher Dieter Süverkrüp bleibt eine linke Erinnerung. Seine Musikerjahre überblickt er jetzt in einem Buch, Süverkrüps Liederjahre, flankiert von einer vierteiligen CD Edition.
    Dazu hat Süverkrüp noch 40 Grafiken aus seiner reichen Werkstatt ins Buch gestellt. Sie treten auf schöne Weise mit den Texten in Dialog, verhalten sich nicht als illustrative Beigaben, sondern behaupten sich als eigenwillige, manchmal surreale, immer kräftige Kommentare zur Lage.
    (Fritz Wolf, Freitag)


    In dem mit eigenen Radierungen und Stichen illustrierten Buch geben seine Lieder und Texte, knallhart und treffend formuliert, Zeugnis einer Epoche ab. Für die, die dabei waren, ein Stück Leben, das zu reflektieren sich lohnt. Für die jüngere Generation Teil der Entwicklung zu unserem heutigen Staat und seiner Gesellschaft.
    (ekz-informationsdienst, Katharina Boulanger)


    Die Achtundsechziger kehren zurück, wenn man in »Süverkrüps Liederjahren« blättert - einem Buch mit Texten des Düsseldorfer Polit-Sängers und Gitarristen Dieter Süverkrüp.
    Eingebettet in eine witzige, wenngleich etwas gesuchte Rahmenhandlung vom Kampf des Dichters mit seinem »Läpptopf«, bietet sich ein verdichteter Überblick über die gesellschaftlichen Konflikte dreier Jahrzehnte dar. Manches erschließt sich unmittelbar oder ist noch in lebhafter Erinnerung. Bei anderen, zeitgebundenen Themen offeriert Süverkrüp dem Leser eine »Glossar« genannte Hintergrundinformation.
    Doch in seinem Buch und auch beim persönlichen Gespräch nimmt der Autor jeder Nach-Wende-Häme den Wind aus den Segeln. Hierzu bedient er sich der Metapher vom Sperrmüll. Der sei auch geschmacksgebunden, irgendwann zu Ballast geworden und finde dann, zum Abtransport vor die Tür gestellt, immer wieder Liebhaber, die auf der Suche nach einem bestimmten Zeitwert seien. In gleicher Weise stelle er auch seine Lieder in das Nutzungs-Belieben der Leser.
    (
    Rheinische Post, Claus Clemens)


    Ah, das geht ran mit dem Sperrmüll
    »Süverkrüps Liederjahre« - eine gesungene Buchvorstellung auf dem Festival »Musik und Politik«

    Das Liedwerk ist abgeschlossen. Nunmehr auch mit einem Buch. Und für dieses Buch hat der Philosoph unter den Agitatoren eine Ausnahme gemacht. Das heißt, eigentlich zwei. Denn im Herbst 2002 war »Süverkrüps Liederjahre« fertig, nach drei Jahren Arbeit und einem Lebenswerk.

    Ein eigentümliches Buch. Dort wandelt er auf abenteuerliche Weise durch die Welt seiner Lieder, läßt gar einige handelnde Personen ein virtuelles Eigenleben führen. Und er läßt seine Hervorbringungen, statt sie zu verhökern, einfach dahingestellt sein, ganz wie man gebrauchte Gegenstände an bestimmten Tagen auf die Straße stellt, allen Vorbeikommenden zur beliebigen Aneignung. Sperrmüll. Das soll es sein. Und mitten drin an die siebzig seiner Lieder.
    (Neues Deutschland, Hanno Harnisch)


    »Süverkrüps Liederjahre 1963-1985 ff« in Text und Ton Gitarre und Kaltnadel
    Ein »neuer Süverkrüp« lacht den Leser und Betrachter seines Buches an, nämlich in Gestalt von 40 Radierungen, die den Text phantasiereich umspielen und unterwandern.
    Die Radierungen im Buch sind keine bloßen Illustrationen zu den Liedern, es sind ganz eigene Bilderfindungen - groteske Porträts, metaphorische Szenerien, hintersinnige Stilleben, historisierende Studien, surreal angeknackste Landschaften oder auch einfach mal das melancholische Konterfei eines hinfälligen alten Hauses irgendwo im Ruhrgebiet.
    »Süverkrüps Liederjahre« enthält die Texte von über 70 Songs - in ihrer Form sehr vielgestaltige, pointierte und pointenreiche Einmischungen.
    (
    Düsseldorfer Hefte, Dr. Olaf Cless)


    Und siehe, es wurde ein interessantes Schmökerbuch daraus. Zumal Süverkrüp anfing, launige Anmerkungen zum Geisteszustand der damaligen Nation zu schreiben, den Ahnungslosen, die auch schon vierzig sind, zu erklären, was »die bolschewistische Gefahr« bedeutete oder wer Franz Josef Strauß war. Ähnlich wie sein Seelenfreund Günter Grass gesellte er den frechen, teils dem Agitprop verhafteten Liedern kraftvolle Radierungen bei.

    Erstaunlich viele der zwischen 1963 und 1985 entstandenen Texte wirken überhaupt nicht verstaubt, wie Süverkrüp im Vorfeld kokett befürchtete. Wie kleine Leuchtfeuer erhellen die Lieder die vergangene Zeit. Songs über Streikaufrufe oder die amerikanische Außenpolitik kommen seltsam aktuell daher, hat sich so wenig verändert?
    (Süddeutsche Zeitung, Jens Prüss)


    Entstaubte Lieder
    Buch und Box sind üppig ausgestattet mit den Radierungen des Grafikers: allesamt sinnlich, verspielt, augenzwinkernd und saftig, wie der Ton seiner Lieder. Das Niveau haben gegenwärtig bestenfalls Pispers und Schmickler. Neue Dichter braucht das Land? Solange es die alten noch tun, muß man nur deren Lieder entstauben.
    (
    Westfälische Nachrichten, Uwe Rasch)


    Frisch, frech und frei
    Sonntagsmatinee im Heinrich-Heine-Institut:
    Dieter Süverkrüp zieht mit »Liederjahre« ein Resümee

    Den überwiegenden Teil der großen Hörerschaft bildete die Schar der 68er, und 68 zählt er mittlerweile selbst: Dieter Süverkrüp wurde mit begeistertem Applaus begrüßt, sprach »Hier bin ich Buch, hier bin ich CD« und las und sang denn auch.
    Daß der Liedermacher und Graphiker noch einmal zur Gitarre griff, ist dem Gewerkschafts-Historiker Udo Achten zu verdanken. Der hätte den Vielseitigen gern kompakt im Buch griffbereit gehabt und initiierte die nun vorliegenden, knapp 300-seitigen »Süverkrüps Liederjahre« mit 40 fantastischen und gesellschaftskritischen Radierungen des Autors.
    Süverkrüps Sprachspiele allerdings sind mehr als Schlagwortdokument oder für den Tag geschrieben, sie bieten vielmehr Anlaß zu vergnüglicher neuer Zielfindung.
    (Westdeutsche Zeitung, Elisabeth Grün)


    Seine Einmischungskunst bewegte sich auf hohem Niveau, Sprache und Sprachspiele blitzten, die Pointen saßen, der Hörer kriegte ordentlich was zum Mitdenken, auch die Musik war kein plattes Links-2-3-4. Bis in die 80er Jahre hinein waltete der Barde seines (nicht immer unheiklen) Amtes, dann besann er sich wieder verstärkt auf seine bildnerische Begabung.

    Die Hinterlassenschaften der garstigen Liederjahre ruhten seither in Kisten und Kästen. Doch nun hat sich der jung gebliebene Alt-68er (so viele Lenze zählt er) dazu bewegen lassen, das Hab & Gut neu zu doku- und kommentieren. Er tut's auf originelle, reflektierte, auch selbstkritische Weise. Und fügt 40 fulminante Radierungen bei. (
    fiftyfifty, Düsseldorf, Olaf Cless)


    Eine literarische Delikatesse und eine bibliophile Rarität: »Süverkrüps Liederjahre.
    Für viele von uns, seine Zeitgenossen, lebt noch mal auf, was das für bewegte Jahre waren, als sich die Restauration so richtig breit machte und festsetzte in diesem Land, wo Süverkrüps widerborstige Gesänge für uns roter Pfeffer gegen diesen Stumpfsinn waren, in den Konzerten, auf der Straße, Wegbegleiter bei vielen Aktionen, und oft Süverkrüp selbst dabei, wie beim Ostermarsch.

    Ein ungemein erfrischend belehrendes Buch, wunderschön illustriert (ein besseres Wort fällt mir nicht ein, vielleicht: angereichert?) mit den erwähnten 40 nachträglichen Radierungen aus den Jahren, seit Dieter Süverkrüp nicht mehr als Sänger auftrat.

    (Unsere Zeit, Gerd Deumlich)

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